Zahnspezialisten Bonn 2017 C

Dres. med. dent. Uschi & Hendrik van der Straeten
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Zahnerosionen

Im Folgenden möchten wir Sie über Ursachen, Diagnostik und Therapie von Zahnerosionen informieren

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Ursachen von Zahnerosionen

Coladosen Es werden folgende Ursachen unterschieden
Intrinsische Faktoren:
• Magensäure, die durch Magenerkrankungen wie Reflux (z.B. Sodbrennen) oder gehäuftes Erbrechen, (z.B. auch bei Essstörungen wie Anorexia nervosa oder Bulimie) in Kontakt mit den Zähnen kommt.

 

Es werden folgende Ursachen unterschieden
Intrinsische Faktoren:
• Magensäure, die durch Magenerkrankungen wie Reflux (z.B. Sodbrennen) oder gehäuftes Erbrechen, (z.B. auch bei Essstörungen wie Anorexia nervosa oder Bulimie) in Kontakt mit den Zähnen kommt.
Extrinsische Faktoren:
• Medikamente die Säuren enthalten (z.B. Vitamin-C Brausetabletten)
• Getränke und Lebensmittel, die Säuren enthalten.

ColadosenDabei ist zu berücksichtigen, dass die erosive Wirkung der Säuren und damit auch Ausmaß und Progredienz des Zahnhartsubstanzverlustes ein multifaktorielles Geschehen ist.
Es spielen zum einen Eigenschaften der Flüssigkeit bzw. der Speisen eine Rolle wie: - Pufferkapazität, - Adhäsionsverhalten, -Viskosität, -Sättigungsgrad gelöster Mineralien wie Kalzium, Phosphat, Fluorid etc. Sind z.B. viele der genannten Minerale in der Flüssigkeit gelöst, d.h. ist sie übersättigt mit Mineralien, ist die Substanz trotz niedrigen pH-Wertes nicht oder nur wenig erosiv wirkend, wohingegen untersättigte Substanzen selbst bei relativ geringgradig saurem pH-Wert sehr stark erosiv sind.
Zum anderen sind genetische Faktoren wie die Säurelöslichkeit der Zahnhartsubstanz sowie Eigenschaften des Speichels relevant: - Proteingehalt, - Viskosität, - Speichelfließrate. Dies erklärt auch, wieso bestimmte Medikamente, die eigentlich keine nennenswerten Säuren enthalten, aber die Eigenschaften des Speichels beeinflussen, indirekt erosiv wirken können (z.B. Beruhigungsmittel, Antiemetika, Anti-Histamine, Anti- Parkinson Medikamente etc.).

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Diagnostik von Zahnerosionen

Zahndiagnostik Wichtigstes Mittel zur Diagnostik von Zahnerosionen ist die genaue klinische Untersuchung unter Zuhilfenahme vergrößernder Optiken. Differentialdiagnostisch sind dabei Zahnhartsubstanzverluste durch Bruxismus, d.h. Zähneknirschen.

 Wichtigstes Mittel zur Diagnostik von Zahnerosionen ist die genaue klinische ZahndiagnostikUntersuchung unter Zuhilfenahme vergrößernder Optiken (Lupenbrille, Mikroskop). Differentialdiagnostisch sind dabei Zahnhartsubstanzverluste durch Bruxismus, d.h. Zähneknirschen oder Pressen, oder andere stark abrasiv wirkende Einflüsse zu berücksichtigen. Nicht selten liegen auch Kombinationen von erosiven und pathologisch abrasiven Krankheitsbildern vor.
Ebenso bedeutend ist eine gründliche Anamnese – Erhebung der Krankengeschichte – die insbesondere auf Ernährungsgewohnheiten und Medikamenteneinnahme eingeht.
Wichtige Hilfsmittel sind auch Modelle der Zähne, die idealerweise über längere Zeiträume erstellt wurden und somit sehr gute Rückschlüsse auf die Progredienz des Zahnhartsubstanzverlustes erlaubt. Diese Progredienz ebenso wie das Lebensalter des Patienten sind auch maßgeblich für zielgerichtete, immer möglichst minimalinvasive Therapie der Erkrankung. Zahndiagnostik Gebiss

In diesem Zusammenhang sind neue digitale Techniken hilfreich, die es ermöglichen eingescannte Modelle bzw. deren Datensätze, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstellt wurden, zu matchen, d.h. zusammenzuführen und zu überlagern, um so die Veränderung der Zahnhartsubstanz und deren Ausmaß visualsieren und ggf. sogar metrisch erfassen zu können.

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Therapie

ErosionenGrundsätzlich muss bei jeder Form der Therapie die Ursache der Erosionen möglichst abgestellt werden, d.h. bei intrinsisch verursachten Erosionen ist ein Internist zu konsultieren und die Funktionsfähigkeit der Magenpförtner zu untersuchen bzw. sind bei Essstörungen psychotherapeutische Hilfe hinzu zuziehen.

Für die gezielte Therapie sind vier Parameter von Relevanz:
1. Die Ursache der Erosionen
2. Das Ausmaß des bereits eingetretenen Zahnhartsubstanzverlustes
3. Die Progredienz, d.h. die Geschwindigkeit des Voranschreitens der Erkrankung
4. Das Lebensalter des Patienten.

Grundsätzlich muss bei jeder Form der Therapie die Ursache der Erosionen möglichst abgestellt werden, d.h. bei intrinsisch verursachten Erosionen ist ein Internist zu konsultieren und die Funktionsfähigkeit der Magenpförtner zu untersuchen bzw. sind bei Essstörungen psychotherapeutische Hilfe hinzu zuziehen. Sind es hingegen extrinsisch verursachte Erosionen ist eine entsprechende Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bzw. der Medikation indiziert.

Die Therapie der eingetretenen Zahnhartsubstanzdefekte ist in Abhängigkeit von Ausmaß und Progredienz der Erkrankung in Relation zum Alter des Patienten zu sehen. Bei geringem Ausmaß und langsamer Progredienz sind meist schon die Bekämpfung der Ursachen (s.o.), Verlaufskontrollen und ggf. zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen zur Reduktion der Säurelöslichkeit des Schmelzes ausreichend.
Sind die Verluste schon weiter fortgeschritten und ist Dentin exponiert, reicht bei kleineren Defekten die Versorgung mittels rein additiv, also noninvasiv aufgebrachten, adhäsiv befestigten Compositen (vgl. Bild unten).

Zahnerosionen Erosionen
Geringgradige Erosion Noninvasive Versorgung

 

Ist es hingegen zu weit fortgeschrittenen Zerstörungen der Zähne gekommen, müssen minimalinvasiv-rekonstruktive Maßnahmen zum Einsatz kommen. Hier haben sich adhäsiv befestigte sog. Table-Tops oder Teilkronen aus hochfesten Disilikat-Keramiken bewährt vgl. Bilder unten) Bei der Entscheidungsfindung für die richtige Therapie, spielt das Lebensalter des Patienten dahingehend eine Rolle, dass eine altersgerechte, nutzungsbedingte Reduzierung des Zahnschmelzes bei der Beurteilung des erosiv bedingten Substanzverlustes zu berücksichtigen ist.

Fortgeschrittene Erosionen
Fortgeschrittene Erosion
Rekonstruktion mittels Vollkeramischen Teilkronen aus  Lithiumdisilikat-Keramik
Präparierte Situation
Rekonstruktion mittels Vollkeramischen Teilkronen aus  Lithiumdisilikat-Keramik
Rekonstruierte Situation

 

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